[tornado] 15.06.2007 - Bergsdorf, Häsen (Brandenburg)

Heiko Wichmann
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[tornado] 15.06.2007 - Bergsdorf, Häsen (Brandenburg)

Beitrag von Heiko Wichmann » Freitag 15. Juni 2007, 22:41

Hallo zusammen,

Nach einem schweren Hagelunwetter heute zwischen 16:30 und 17:30 gibt es im nördlichen LK Oberhavel eine Schadensschneise.Es sind sowohl Vegetation,als auch Häuser und Freileitungen betroffen.Die Ortschaften Neulöwenberg,Bergsdorf und Zehdenick liegen in der Zugbahn,wobei kein Ort direkt getroffen wurde.
2km westlich von Bergsdorf gibt es eine Schneise im Wald.

Eine Zeugenbefragung ergab folgendes:
-kirschgrosser Hagel in einem eng gesteckten Gebiet rund um den Schaden
-"mit einmal wurde es Nacht und der Wind schien aus allen Richtungen zu
kommen"
-eine private Wetterstation soll ca.20l in 15min gemessen haben
-ein Zeuge sprach von einer: "zweischichtigen Wolke",wobei die obere heller war und die untere "schwarze" Wolke bis "über die Bäume"reichte,beide Wolken rotierten

mein Eindruck:
-es gibt verschiedene Fallrichtungen
-die Schneise aller Baumschäden ist mind. 1,5-2km breit
-kaum Schaden in Getreide- und Maisfeldern

Die Fotos muss ich mir erst mal anschauen,weitere Beiträge dazu werden folgen.
Ich könnte noch ein paar Tipps für die Aufnahme der Schäden gebrauchen,um nichts zu vergessen.

Gruss
Heiko
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Beitrag von Thilo Kühne » Freitag 15. Juni 2007, 23:04

Hallo Heiko,

danke für die Infos.

Habe da mal zwei Fragen:

1. ist die Schneise 1,5 bis 2 km breit oder lang?
2. An welchem genauen Ort ist die nachvollziehbare Schneise vorhanden? Ist das Bergsdorf? Wo gibts denn da Wald :wink: ... ich kenne diese Region Bergsdorf/Gutengermdorf/Häsen als großräumiges Ackerland, aber Wald? hm....


Grüße,
Thilo
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Beitrag von Heiko Wichmann » Freitag 15. Juni 2007, 23:14

Also
1. Zugrichtung war von SW nach NO. Mit Breite meine ich quer zur Zugrichtung
2.Zwischen Bergsdorf und Häsen ist Wald,gleich hinter dem Bahnübergang von Bergsdorf kommend.
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Beitrag von Thilo Kühne » Freitag 15. Juni 2007, 23:25

Danke für die Infos.

Bin mal gespannt welches Bild sich vor Ort ergibt. Ich würde den Ort erst einmal mit "Bergsdorf, Häsen" angeben, da hier wohl Schäden ersichtlich sind.

Leider komme ich vor Dienstag nicht dazu mal hinzufahren. Wenn du am Dienstag Zeit hättest, könnte man noch einmal gemeinsam schauen.


Grüße,
Thilo
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Beitrag von Heiko Wichmann » Freitag 15. Juni 2007, 23:37

Kein Thema.

Zehdenick ist noch nicht komplett erfasst.
lt. einem Zeugen soll es noch mehr Schäden geben Richtung L
Dienstag ja aber erst nach 15.30 Uhr

Der gleiche Zeuge berichtete von weiteren Schäden in Kraatz bei Gransee,die er alle telefonisch erfahren haben will.
Das wäre ein zweites Ereignis.

Gruss
Heiko
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Beitrag von Thilo Kühne » Samstag 16. Juni 2007, 00:56

Hallo Heiko,

musste mal schauen ob du Kraatz morgen auch machst. Kraatz befindet sich ja 5 km nördlich von Bergsdorf. Die Zugrichtung der Gewitterzelle war ja in Richtung NO.
Falls sich signifikante Schäden unbekannter Ursache in Kraatz bestätigen sollten, dann wäre das ein Extra-Thema wert.

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Beitrag von Thilo Kühne » Samstag 16. Juni 2007, 11:33

Moin,

hab noch mal wegen des Waldstückchens bei D-Sat nachgeschaut. Das Waldstück zwischen Bergsdorf und Häsen ist maximal 1000 m breit. Ein etwas größeres Waldstückchen findet sich zwischen Neulöwenberg und Häsen... hier ist dann auch eine Hochspannungsleitung.


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Beitrag von Heiko Wichmann » Samstag 16. Juni 2007, 15:56

Hallo Thilo,

musste mir erst mal nen neuen Router besorgen.Volltreffer von letzte Nacht.

Kraatz sehe ich mir an.Das wär was ,wenn die erste Zelle die westlich parallel zog auch "geworfen" hat.

Schreib mal was zu Dienstag,ich komme erst um 16.30 von Oranienburg weg.

Gruss
Heiko
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Re: [Verdacht] 15.06.2007- Bergsdorf, Häsen (Brandenburg)

Beitrag von Forstexperte » Samstag 16. Juni 2007, 22:36

Hallo Heiko,
Heiko Wichmann hat geschrieben: mein Eindruck:
-es gibt verschiedene Fallrichtungen
-die Schneise aller Baumschäden ist mind. 1,5-2km breit
Es können ja auch verschiedene Stürme in Frage kommen. Auch meherere Tornados, die von mehreren Microbursts begleitet wurden sind zumindest denkbar.
Die Fotos muss ich mir erst mal anschauen,weitere Beiträge dazu werden folgen.
Ich könnte noch ein paar Tipps für die Aufnahme der Schäden gebrauchen,um nichts zu vergessen.
Wichtig sind sowohl Übersichtsfots mit dem Weitwinkel geschossen als auch Detailfotos von ausgesuchten typischen oder maximalen Schäden um die Intensität bestimmen zu können. Auch Angaben zur Blickrichtung, bzw. Fall- und Verfrachtungsrichtungen sind wichtig.

Gruss,
Martin
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Beitrag von Heiko Wichmann » Samstag 16. Juni 2007, 23:11

Hallo Martin,

erst mal vielen Dank,das bringt mich auf jeden Fall ein Stückchen weiter.

Ich war heute wieder in der Schneise unterwegs,habe mir das westliche Ende und die Schneise bei Bergsdorf vorgenommen. Die Zugbahn muss ich korrigieren,sie beginnt nördlich von Löwenberg in der Nähe der B96.
Bis jetzt habe ich ca. 60 brauchbare Bilder von den Schäden.
Ich hoffe das ich einige nächste Woche einstellen kann,das ist für mich ziemliches Neuland.
Die Fotos von der Zelle schau ich Morgen mal durch,vielleicht sieht man ja was.Ich war bestimmt 10-15km hinter dem Kern.

Gruss Heiko
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Felix Welzenbach

Beitrag von Felix Welzenbach » Sonntag 17. Juni 2007, 01:16

zweischichtige wolke spricht aber eher gegen tornado.

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Beitrag von Thilo Kühne » Sonntag 17. Juni 2007, 16:46

@Heiko

Am Dienstag werde ich recht zeitig hinfahren - es gäbe ja mehrere Stellen zu untersuchen und ich kann vor allem auch den Fall von Meseberg vervollständigen.
Ich schreibe dir aber über PM noch mal.

@Felix

Lass uns erst einmal den Schaden aufnehmen und auswerten. Augenzeugenaussagen können zutreffend oder auch unzutreffend sein - die vorhandenen Schäden sprechen bzgl einer Ursache wohl eine deutlichere Sprache als Augenzeugenaussagen.


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Beitrag von Heiko Wichmann » Montag 18. Juni 2007, 19:23

Hallo,

wie versprochen der erste Bildbericht des Chasings.

Gegen 15:45 war gegen Westen ein ungewöhnlich kräftiger Cb. Er breitete sich sowohl in östlicher als auch in südlicher Richtung aus.

Bild

Gegen 16:30 wurde ich in Oranienburg von diese Wolkenmauer überholt,welche sich,im Gegensatz zur vorherrschenden Strömung(von SW nach NO), nach O-SO ausbreitete.

Bild

Aufgrund des nächsten Fotos würde ich jetzt von einer klassischen SZ ausgehen.

Bild

Das ist der stark vergrösserte zentrale Bereich der Wolkenmauer,der den Mesozyklon darstellt und zyklonal rotiert.Ich halte die Entstehung eines kurzlebigen Tornados wegen des gut zu sehenden Funnels für höchst wahrscheinlich.

http://img20.imageshack.us/img20/319/im ... piedr2.jpg

Der Zeitpunkt des letzten Fotos lag bei 16:43.
Die stärker werdenden Niederschläge verhinderten weitere Fotos in diese Richtung.

Das ist die Rückseite der SZ um 16:56.

Bild

So,eure Meinungen sind gefragt.
Ein Bericht mit Schadensbilder folgt.

Gruss
Heiko[/img]
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Toby86
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Beitrag von Toby86 » Montag 18. Juni 2007, 21:15

also meine laien meinung:

- Zelle: denke man sieht besonders auf dem vorletzten Bild eine deutliche Wallcloud (wobei nicht nur SZ´s wallclouds haben) Aber durch die Strukturen denke ich es war eine Superzelle

- Funnel: ich sehe keinen, das sind für mich wolkenfetzen wenn du die auf dem vorletzten bild meinst...

Kann auch sein das du den auf Bild 2 meinst, das würde schon eher hinkommen find ich. Rotation sieht man meiner Meinung nach sehr deutlich... von dahr denke ich das hier ein Tornado äußerst warscheinlich ist...


Gruß Toby

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Beitrag von Thilo Kühne » Montag 25. Juni 2007, 04:05

Schadens- und Falluntersuchung zum Fall Bergsdorf/Häsen (Brandenburg) vom 15.06.2007 (vor Ort am 23.06.2007)

Gestern waren Heiko und ich zwischen Bergsdorf und Häsen unterwegs, um die Schneise im Wald zu erfassen (verläuft von SW nach NO – beginnend 1,5 km östlich von Klewesche Häuser / 1,5 km südlich von Häsen; weiter folgend in Richtung O und später nach NO abgehend, ca. 1 km nördlich von Bergsdorf endet das betrachtete Areal). Nachgemessen über D-Sat beträgt die Länge ca. 2,2 km, bei einer Breite von anfangs 60 Metern, zwischendurch bis nur 20 bis 30 Meter und im östlichen Teil bis zu 70 Meter. Die Schneise ist im Gesamteindruck leicht gebogen und im östlichen Teil direkt nach Nordosten laufend. Der Schadenspfad soll nordöstlich hiervon noch fortlaufend sein. Das Schadensausmaß ist recht unterschiedlich. Anfangs, am westlichen Schneisenanfang am Waldrand, gibt es eine deutlich ausgeprägte Schneise, während weiter im Wald die Schneise teilweise deutlich sichtbar war (durch Verstärkung des Schadensausmaßes), teilweise bieten sich zwischendurch auch Strecken, wo kaum kapitale Schäden an der Vegetation angerichtet wurden.

Der Schadensort befindet sich ca. 20 km nördlich von Oranienburg bzw. ca. 50 km nördlich von Berlin (Stadtzentrum) im Landkreis Oberhavel (OHV).

Karte zu der untersuchten Schneise:
Bild

Zu den einzelnen Punkten:

1
Auf dem Feld fanden wir flächig abgeknicktes Getreide (ca. 60 m Breite), welches anscheinend der Anfang der Schadensschneise markiert. Dieser Punkt läuft genau zum westlichen Waldanfang zu (siehe 2), wo die sichtbare Waldschneise beginnt.

Dieser Standpunkt (1 und 2) befindet sich ca. 1,5 km östlich von Klewesche Häuser und ca. 1,5 km südlich von Häsen:

FOTO 1
Bild

FOTO 2
Bild


2

An diesem Punkt ist eine Schneise (Schneisenanfang am westlichen Waldrand) zu verzeichnen. Die ersten Bäume am Waldrand wurden entwurzelt, weiter im Wald wurden Bäume auch abgeknickt. Der Weg am Waldrand war gesäumt mit kapitalen Eichen, welche im Schneisenbereich auch allesamt entwurzelt wurden. Die ungefähre Schneisenbreite am Waldrand betrug ca. 60 Meter.

FOTO 3
Bild

FOTO 4
Bild


3

Diesem Schneisenpunkt näherten wir uns, sowie auch den folgenden, von Osten her. Ein eng begrenzter Schneisenbereich schien sich fortzusetzen. Teilweise waren Schneisenbereiche vorzufinden, welche ein hohes Schadensmaß aufwiesen – andererseits gab es zwischendurch immer wieder Bereiche, wo nur Kleinschäden und Kleinstschäden auffindbar waren. Dieser Bereich hier war mit einer Breite von maximal 30 Metern deutlich ausgeprägt. Die Fallrichtungen waren zur Hälfte entlang der Schneisenführung – in einzelnen Fällen zu Schneisenmitte ausgerichtet (überdeckten also die Schneise in voller Breite), andere langen gekreuzt übereinander.

FOTO 5
Bild

FOTO 6
Bild


4

Hier ein Beispiel für die unterschiedliche Schadensausprägung zwischen den stärkeren Schadensbereichen. Es lag sehr viel Astwerk am Boden und vereinzelt wurden auch Bäume entwurzelt oder gebogen – im Hintergrund ist der Beginn der Punkt-Nummer-5-Schneise zu sehen.

FOTO 7
Bild


5

Deutlich ausgeprägter Schneisenbereich im Birken-, Lärchen- und Eichenbestand. Die Fall- und Brechrichtungen waren überwiegend in Richtung Schneisenzentrum (zwischen 30° und 50°), in einzelnen Fällen auch mit Schneisenführung.

FOTO 8
Im linken Hintergrund ist ein Baum zu sehen, welche entgegen des Schneisenverlaufs (WSW → ONO) in Richtung O → W entwurzelt wurde, also fast 160° Fallrichtungsdifferenz zur Schneisenführung aufwies.
Bild

FOTO 9
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FOTO 10
Bild

FOTO 11
Immer wieder überlappende Fallrichtungen. Hier drei Bäume vom Schneisenzentrum leicht in Richtung nördliche Begrenzung und einer (Hintergrund) entlang des Schneisenverlaufs gefallen.
Bild


6

FOTO 12 – Hier fielen die Kiefern in Richtung Schneisenverlauf, während die hintere Birke in Richtung südliche Begrenzung fiel.
Bild

FOTO 13 – Gleiches wie FOTO 12, nur näher (aber leider genau so verwackelt).
Bild

FOTO 14
Bild

FOTO 15 – geworfener Hochsitz
Bild

FOTO 16
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FOTO 17
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FOTO 18
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7
Hier gab es wieder eine kurze Strecke abgeschwächten Schadens.

FOTO 19
Bild


8

FOTO 20 – einzelne Schäden an der erneuten Schneisenverstärkung nahe Waldrand.
Bild

FOTO 21 – kapitale Kiefer nahe Waldrand
Bild


9

Diesen Schneisenteil haben wir nicht betreten.

FOTO 22 – vom Waldrand aus aufgenommen
Bild


10

Gleich hinter der Chaussee (Verbindungsstraße zwischen Bergsdorf und Häsen) gab es eine erneute Verstärkung der Schadensschneise. Hier gab es ausschließlich Kiefernbestand. Die Schneisenbreite lag hier bei ungefähr 70 Metern.

FOTO 23 - schöne nach innen laufende Fächerform der gefallenen Kiefern (man beachte auch die weiteren Kiefern am linken Rand. Die oberen beiden Kiefern liegen in Richtung des Schneisenverlaufs.
Bild

FOTO 24
Bild

FOTO 25 – drei verschiedene Fallrichtungen auf einem Foto! Dazu noch ein Kiefernteil, welches doppelt gebrochen wurde.
Bild

FOTO 26 – noch einmal gleiche Szenerie wie FOTO 25, aber auch einer anderen Perspektive. Der obere Baum lieg vom nördlichen Waldrand in Richtung Schneisenmitte.
Bild

FOTO 27
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FOTO 28
Bild

FOTO 29
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11

Dieser Punkt soll das nordöstlichste Ende der Schneise beschreiben. Interessant waren hier u.a. die gebogenen Kiefern, welche auch fächerartig der angedeuteten Schneisenmitte zugeneigt waren (Heiko hat hiervon wohl bessere Fotos).

FOTO 30
Bild

FOTO 31
Bild

FOTO 32
Bild

FOTO 33
Bild

FOTO 34 – zum Abschluss noch dieses Foto: Der abgebrochene Baum liegt hier irgendwie nicht so, wie er eigentlich sollte.
Bild


Noch einmal kurz zusammengefasst:

Schneise:
- 2,2 km Länge (mindestens... in Richtung NO vermutlich weiterführend)
- Breite variierend zwischen: 60 m / 20- 30m / 70 m
- Abknickende und gebogene Form
- Schadensintensivität variirend

Baumschäden (erkannte Baumarten):
- Eichen: entwurzelt
- Birken: entwurzelt, gebrochen (wenn, dann oberer Kronenbereich)
- Lärchen: entwurzelt, gebrochen
- Kiefern: entwurzelt, bei breiterer Schneise fast ausschließlich gebrochen; auch Mehrfachbrüche

Fallrichtungen:
- variierend: überwiegend uneinheitlich; im Zentrum der Schneise eher noch in Richtung Schneisenverlauf; je stärker die Schadensintensität, desto häufiger waren auch Mehrfachüberlagerungen (häufig), Fächerfällungen (seltener), sowie komplett entgegen gesetztes Fallmuster (einmalig).

Weiter nördlich am Waldrand, sowie an einzelnen Eichen gab es weitere einzelne Schäden - es handelt sich dabei aber mit großer Wahrscheinlichkeit um Einzelschäden, welche aufgrund exponierter Lage entstanden.

viele Grüße,
Thilo
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