[Plausibel] 05.05.2015 - Lübeck (HL|SH)

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Lübecker
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[Plausibel] 05.05.2015 - Lübeck (HL|SH)

Beitrag von Lübecker » Samstag 30. Mai 2015, 00:29

Hallo Leute,

da ein weiterer Fall vom 05. Mai, diesmal aus Lübeck, seit einigen Tagen in der Tornadoliste als "plausibel" eingetragen ist, möchte ich den Fall hier unbedingt nochmal zur Diskussion stellen.

Dazu ein Bericht mit Schadensbildern und einigen Videos des Gewitters:
http://stormchaser-europe.de/index.php/ ... post133396

Die Videos zeigen überwiegend dasselbe, was auch hier im Nordosten der Stadt zu beobachten war, nämlich starke Gewitterfallböen, nichts tornadisches.

Allerdings soll laut dem Tornadoliste-Eintrag eine Trichterwolke im besagten Bereich beobachtet worden sein und einige Bäume fielen schräg zur Zugrichtung nach N/NW. Das sind zwei Anhaltspunkte, die - wenn sie denn korrekt sind - einen Verdacht auf jeden Fall rechtfertigen.

Käme eventuell auch ein Rain-wrapped-Tornado in Frage?

Grüße,
Niklas

Matthias (Lübeck)
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Re: [Plausibel] 05.05.2015 - Lübeck (HL|SH)

Beitrag von Matthias (Lübeck) » Montag 1. Juni 2015, 21:11

Also ich war mitten drin und möchte so etwas nicht wieder erleben. Die Fensterrahmen knackten, die Orkanböen waren ziemlich laut und durch den Regen war die Sicht maximal 3 bis 5m.

Die Zelle zog von West in ostnordöstlicher Richtung. Die meisten Bäume vielen Richtung Nordost. Auf eng begrenzten Raum (100m Distanz) fielen aber auch Bäume gegen den Uhrzeigersinn in östliche und nordnordwestliche Richtung was ein Kriterium für ein Tornado wäre. Zudem waren die größten Schäden im Stadtgebiet in einer etwa 300m breiten Schneise zu finden, was in etwa der Zugbahn des Cores der Zelle wiederspiegelt. Diese Schäden sind von Moisling, Herrenholz, St. Lorenz-Nord und Gertrud (insbesondere Schellbruch) zu finden. Thomas Sävert (mit dem ich diesen Fall diskutiert habe) berichtete auch von Schäden in Hamberge (LK Stormarn) vor den Toren Lübecks welche in die Zugbahn passen würde. Zudem wollte er den Fall mit der Tornado-Arbeitsgruppe diskutieren.

Bei den gezeigten Bildern zeigen Schäden der Stärke T2-T3/F1. Die Versicherungen bezifferten die Schäden in Lübeck auf etwa 2 Millionen Euro.

Der Link den Lübecker gepostet hatte zeigt mein Bericht zum Verdachtsfall. Das Bild mit dem Gartenhäuschen zeigt ein Gartenhaus, dass nach Südost "verfrachtet" wurde.

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