Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

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Hochnebel
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Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von Hochnebel » Freitag 5. Februar 2016, 01:22

Ich weiß jetzt nicht ob ich mit meiner "Idee" hier im richtigen Unterforum bin aber ich versuchs mal hier.

Wie der eine oder andere vllt. schon gesehen hat, habe ich auf meiner Homepage 2 Livestreams installiert welche das Wettergeschehen live übertragen (kein Standbild!). Dies scheint (leider) bisher einzigartig zu sein und alle anderen Webcam-Betreiber liefern nur Standbilder, viele Cams dazu auch noch in sehr großen Intervallen, mit schlechtem Blick oder grottiger Qualität. Schlicht ungeeignet für den gedachten Zweck. Meine Cams kamen auch bei Facebook gut an wegen der Einzigartigkeit.

Meine Idee wäre es, eine Art Netzwerk mit "zertifizierten" Livestreams aufzubauen welches dem Spotter oder auch dem Chaser ermöglicht, das Unwetter auch via Livestream zu beurteilen/ zu verfolgen. Interessant im Hinblick auf die Wettererscheinungen an der Zelle. Weil Sat-Film und Radar sind eben nicht alles und ich könnte mir schon durchaus nen nennenswerten Mehrwert durch solch ein Netzwerk vorstellen. Besonders Warndienste könnten sich z.B via Livestream ein Unwetter anschauen um entsprechend das Warnmanagement an die tatsächlichen Entwicklungen anpassen zu können. Als 3. Auge sogesehen.

Die Umsetzung würde ich mir in etwa so vorstellen, dass über eine Plattform, einer Internetseite alle Live-Cams registriert sind und man sich alle Kameras in einem gewissen Umkreis anzeigen lassen kann. Und überall wo gerade "Action" ist, die Cams werden direkt auf der Startseite angezeigt, eine Art "Ticker". Dazu ein Diskussionsbereich unter den jweiligen Cams, z.B mit Teamspeak.

Die Betriebskosten der Live-Kameras ließen sich durch Schaltung von Werbung auf der Webcam-Seite etwas drücken. Derzeit bester Streaming-Anbieter auf dem Markt ist "Ipcamlive" bei ner Einzelkamera würde das 15 Euro im Monat kosten, was zwar immernoch viel ist, im Vergleich zu den restlichen Anbietern aber unschlagbar preiswert ist . Würde man untereinnader "Account-Sharing" betreiben, konnte man es auf 10 Euro im Monat drücken indem durch "Mengenrabatt" ab 2 Kameras der Einzelpreis fällt und bei 5 beträgt er nur noch 10 Euro. Dazu würde es ja völlig reichen, wenn die Kameras nur von z.B Mai bis September im Live-Modus betrieben wird. Auch eine Direktabfrage des Streams von der IP der Kamera wäre möglich aber nicht sehr performant und setzt Plugins (VLC Plugin, Quicktime etc.) voraus dann. Wie erwähnt, könnten die Kosten durch Werbung, z.B "Google Adsense" ebenfalls etwas reduziert werden. Vielleicht ließe sich aber extra für den Zweck ein Server aufsetzen der die Streams encodiert. Lösungen gäbe es sicher viele um die Kosten für den einzelnen Kamera-Betreiber zu senken.

Als Kriterium der Kameraqualität stelle ich mir etwa Folgendes vor:

+ Echtzeitübertragung (live) Alternativ spät. alle 60-120 Sekunden ein neues Bild.
+ Min 2/3 des Bildinhalts sind Himmel, gute Aussicht/Fernblick bevorzugt.
+ Gute Bildqualität auf der man auch Details wie Funnels, Hailcore oder Rotation erkennen kann. Am besten in 720p oder höher.
+ Performance, die Kamera sollte auch bei meheren Besuchern gleichzeitig noch stabil laufen, bei Streaminganbietern aber meist kein Problem.

Nun die letzte "Hürde": Nicht jeder hat schnelles Internet aber ich habs bei mir getestet und ab einem Upload-Speed von 1 mbit lässt sich 720p schon streamen. Ab DSL 16000 hat man gewöhnlich 1 mbit Upload. Bei VDSL 50 meist schon 10... Ab 2 Mbit lässt sich in der Regel auch 1920x1080 flüssig streamen! Meine beiden Cams brauchen ca 5 mbit in maximaler Auflösung. Die Komprimierung muss eben sehr gut sein im .h264-Format. Wer weniger als 16 mbit hat, kann ja auch Standbilder benutzen die eben binnen 2 Minuten erneuert werden was weniger Bandbreite braucht.

Habe die "Idee" auch schon bei Facebook gepostet und es gab durchaus positive Resonanz. Was haltet ihr davon?

Je nachdem wie das hier ankommt, könnte ich mir sogar vorstellen dass das Projekt ein Teil von Skywarn wird - da bekäme der Slogan "Das Auge im Unwetter" eine völlig neue Bedeutung :)

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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von MDMD » Freitag 5. Februar 2016, 13:45

Spanndender und anspruchsvoller Vorschlag!
Noch eine kleine Anmerkung. Neben dem Standort könnte man auch noch Blickreichtung und abgebildeten Sektor der Webcam berücksichtigen. Dann wäre es möglich, nur die Webcams mit möglicher Sicht auf die getrackte Zelle anzuzeigen.
Evtl. könnte man die meteopool Webcam Datenbank als Grundlage nehmen?
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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von Hochnebel » Freitag 5. Februar 2016, 15:00

Nun ja das mit der Blickrichtung auf die Zelle wäre auch ein Kriterium aber setzt ein gewisses technisches Wissen voraus wie man das umsetzen könnte. Das mit der Datenbank von meteopool ginge leider nicht weil geschätzte 90-95% aller Webcams dort ungeignet wären wegen zu langen Aktualisierungsintervallen und viele Cams haben auch ne bescheidene Blickrichtung und Auflösung. Eventuell könnte man die "guten Cams" oder potenziell guten Cams zum Beitritt ins Netzwerk "einladen" sofern der "Betreiber" die Cam den Anforderungen anpasst.

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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von Swini » Montag 8. Februar 2016, 12:21

Warum stellst du deine Idee nicht einfach mal den Betreibern von Meteopool vor? Ich denke, so etwas könnte durchaus eine sinnvolle Ergänzung zu deren Konzept sein.
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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von MDMD » Montag 8. Februar 2016, 12:47

Wahrscheinlich ist aktuell nur ein kleiner Teil der bei meteopool eingetragenen Webcams für ein Livestream Netzwerk geeignet. Bei meteopool hat man aber immerhin schon eine Datenbank mit Webcams und die erprobte Möglichkeit zur Erfassung, Verwaltung und Visualisierung. Für das Livestream-Netzwerk müsste die Datenbank nur noch um ein Feld erweitert werden: geeignet ja oder nein.

Keine Idee hätte ich woher man Daten für das Tracking der Zellen bekommen könnte. Wenn Position und Zugrichtung einer Zelle bekannt sind, ist es leicht zu bestimmen, ob sie im Sichtfeld einer Webcam liegt oder kommen wird. Bekannt sein müssen Standort, 'Blickrichtung', 'Blickweite'/Öffnungswinkel und Sichtweite (willkürlich definiert) der Webcam. Das gibt dann ein Dreieck mit bekannten Koordinaten. Dann muss man bestimmen, ob die Zelle in diesem Dreieck liegt. Nennt sich Point-in-Polygon Problem. Dazu finden sich reichlich Code Beispiele in den weiten des Internets. Für PHP könnte ich eins beisteuern.

Bei meteopool gäbe es mit den Live Chasern auch noch eine weitere Datenquelle, die sich gut integrieren lassen könnte.

PS Mit Guido Richter lassen sich ambitionierte technische Fragen bestens diskutieren.
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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von Hochnebel » Montag 8. Februar 2016, 16:52

Problem ist halt, dass ich von der tiefergehenden Technik dahinter (Datenbanken, Programmieren etc.) keinen Dunst habe. Das mit den Blickrichtungen müsste ja nicht sofort drin sein sondern vllt als neue Funktion später irgendwann.

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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von MDMD » Dienstag 9. Februar 2016, 02:28

Wirklichen 'Dunst von der tiefergehenden Technik dahinter' hatte wahrscheinlich niemand hier, als er seine Hobby Projekte rund ums Wetter begonnen hat. Die meisten dürften in jahrelanger mühsamer Arbeit an ihren Aufgaben gewachsen sein ;-)

Für das angedachte Projekt sehe ich die größte Hürde in der Identifikation der Zellen. Mit der Problematik habe ich mich noch nie beschäftigt. Nach einer oberflächlichen Kurz-Recherche scheint es so zu sein, dass der DWD keine Daten zu identifizierten Zellen und Zugrichtungen frei verfügbar bereitstellt. Für das NEXRAD Wetterradar in den USA sind diese Daten wohl frei verfügbar.

Wie Zellen identifiziert werden können ist in wissenschaftlicher Literatur frei verfügbar beschrieben. Suche mit Suchmaschine der Wahl z.B. nach: 'storm cell identification and tracking algorithm'. Es sind auch Algorithmen für 2D Radar publiziert. Die meisten Algorithmen nutzen 3D Radar, was meines wissens aber vom DWD nicht frei veröffentlicht wird. Nach Programm Bibliotheken, die Radar-Rohdaten auswerten habe ich mich nicht umgeschaut.
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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von Guido Richter » Dienstag 5. April 2016, 20:51

Ich wurde informiert, dass hier eine interessante Diskussion stattfindet.

Im Meteopool halten wir aktuell über 1000 Webcams vor, nahezu alle sind metergenau verortet und mit korrekten Blickwinkeln sowie sonstigen Meta-Daten versehen. In dieser Qualität ist das nur mit einem permanent aktiven, mehrköpfigen Webcam-Team möglich, was wir derzeit glücklicherweise über die letzten 2 Jahre aufbauen konnten. Dahinter steckt ein optimiertes Verwaltungs-Tool und viel Erfahrung in der Erfassung und Verwaltung von Webcams.

Unter diesen Webcams befinden sich auch einige Live-Webcams. Bislang unterscheiden wir nicht in Stream/Einzelbilder. Das einmal durchzuarbeiten und zu differenzieren würde nicht sonderlich lang dauern - auch dafür haben wir bereits ein Massen-Prüftool.

Tja und da wir die Winkel haben und uns freundlicherweise von Skywarn das grobe Radar zur Verfügung gestellt wird, können wir in der Zukunft auch eine Funktion zur Anzeige von Webcams per Koordinaten-Klick oder per Zell-Analyse anbieten. Die Punkt-in-Polygon-Sache ist einfach, die Zell-Analyse muss mit externen Daten gefüttert werden oder es muss jemand aushelfen, der den Algorithmus schreibt. Da ist unsere Programmierleistung dann irgendwo auch erschöpft. Bis dahin kann man sich ja auf dem Radarbild sowieso schon von Hand die Webcams mit passender Entfernung und Winkel rauspicken. Das wird im Sommer auch rege genutzt, drum raucht immer unser Server ab.

Bevor man da ein riesiges Projekt aufzieht, was dann wieder mangels Programmierern und Pflege einstaubt, stimme ich für die Integration in bestehende Systeme. Die Entscheidung liegt natürlich bei den Betreibern dieser Hardware. Werbeeinnahmen halten sich erfahrungsgemäß im Rahmen. Wenn sich da was "Standardisiertes, Projektähnliches" ergibt, könnte man drüber nachdenken, Google Adsense Werbung seitenbezogen für die Betreiber abzurechnen. Oder es gibt VIP-Zugriff per Abo-Modell. Aber das geht dann schon sehr weit über ein Hobbyprojekt hinaus - ich rechne da eher mit wenig Erfolg und Nachfrage. Man muss sich fragen: Wer schaut sich sowas an? Welchen Nutzen zieht dieser Konsument? Was bekommt er dafür, dass er dafür zahlt oder Werbung erträgt? Decken die Einnahmen überhaupt die Serverkosten? Da ergeben sich viele viele Fragen, die ein ambitioniertes Projekt mit finanziellen Interessen schnell schreddern. Man sollte da kleine Brötchen backen und dann kann man schauen, was draus wird.

Das waren meine 2 Cent dazu. :)

In diesem Sinne: Auf eine spannende Saison - ob mit Live-Webcams oder ohne

LG
Guido

PS: Ich hab mir das Thema mal abonniert. Ich schau hier sehr selten rein und mein alter Account wurde offenbar gelöscht. So werde ich informiert, wenn sich hier was regt. Ansonsten kann man mich auch jederzeit per E-Mail anhauen, ich reagiere dann auch - wenn auch oft spät.

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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von Hochnebel » Mittwoch 6. April 2016, 00:27

Das Problem mit den Programmierkenntnissen und dem folglichen Einstauben kenne ich auch. Wenns nicht sonderlich schwer ist zu unterscheiden zwischen Stream und Standbildern, würde ich bestehende Projekte damit einfach ergänzen, Meteo-Pool hat ja schon das meiste an Funktionalität drin die ein externes Projekt auch hätte. Hier fehlen eig nur noch die Livestream-Cams die als solche kenntlich gemacht werden etc. und die Angaben zur Qualität der Kamera für den gedachten Zweck.

Zusätzlich könnte man bei den Livecams noch so ne Art "Skala" machen wo Ausblick, Qualität etc. bewertet werden, ähnlich wie es bei den Chasingpoints schon der Fall ist. Eventuell könnte man bei Kachelmann anfragen, ob sein hochaufgelöstes Radar genutzt werden kann, würde sich u. Umständen jedoch mit den Werbeeinnahmen beißen, anfragen würde aber nichts kosten :wink:

Die Serverkosten würden sich eigentlich kaum verändern da der Stream ja von privaten Wetter-Homepages wie meine ausgehen würde. Ich hab bei mir Adsense-Werbung drin um zumindest die Chance zu haben, einen Teil der Kosten abzufangen sobald Traffic da ist, der denke bei Lage auch kommen könnte wenn man die Leute in Facebook und Co. mal etwas aufmischt :lol:

Ne Möglichkeit wäre es, den Webcam-Player in das Seiten-Design einzubetten und Adsense-Anzeigen drum herum zuschalten (keine Werbung im Player wegen Ärgernis-Faktor für Nutzer!) Damit die entsprechende "Quell-Homepage" der Webcam auch profitiert würde ich irgendwas dahinmachen dass der Nutzer auch mal auf der Webseite des Cams-Betreiber vorbeiguckt. Halt so das beide Seiten profitieren, Meteopool von möglichen Werbeeinnahmen, die Cam-Homepage von erhöhtem Traffic etc. Auch via You-Tube-Aktivitäten können via Adsense Werbeeinnahmen generiert werden wie bei mir auch. So sollte man hin und wieder als Meteo-Pool was hochladen etc. Ich komme durch You-Tube teils auf 50 Euro im Monat wobei die höchsten Einnahmen im Sommer sind und im Winter kaum die 10 Euro übersteigt. Ist immerhin Geld für fast Nichtstun :D

Also eigentlich wäre die Umsetzung denke nicht all zu aufwendig wenn das Ganze als Erweiterung für Meteopool gehandhabt wird.

Eventuell wäre noch ein Abo-Modell erwähnenswert, wo der Benutzer einen gewissen Betrag zahlt von dem Server finanziert werden die einen "hauseigenen" Streaming-Server darstellen um Webcams direkt darauf zu encodieren. Je nach Interesse wäre das sicher billiger als die jetzige Lösung wie ich sie habe über einen Drittanbieter was mich 25 Euro im Monat kostet. Weil hier ist es ein gemeinnütziges Projekt das ja lediglich seine Selbstkosten/Unkosten decken will aber keinen Profit draus schlagen will wie eben Drittanbieter etc. Die Kosten für den einzelnen Nutzer wären denke deutlich geringer als diese 25 Euro und er hätte nen tollen Stream in guter Qualität. Ich würde es sofort nutzen für meine Cams :D

Ich wollte mir ja nen eigenen Streaming-Server machen und hab auch schon den Server klargemacht bei nem Drittanbieter wegen Anbindung. Leider hat derjenige der ihn fürs Streaming nutzbar machen wollte, es bis heute nicht hinbekommen. Er könnte jedoch vllt den fehlenden Alogrythmus für die Zellen schreiben (?)

Also wenn man alles unter den Hut von Meteopool bekäme, wärs sicher besser als ein neues, eigenes Projekt!

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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von Guido Richter » Mittwoch 6. April 2016, 01:07

Von wievielen Leuten sprechen wir denn? Als Einzel-Webcam wäre sicher eine Einbindung per IFrame die beste Startlösung. Da kannst du auch deine eigene Werbung schalten und deine Kosten finanzieren. Wir schalten zusätzlich, um Serverkosten abzudecken. Einnahmen dürfen wir - abgesehen von einem Puffer für den Winter - wegen der Blitzortung nicht generieren. Deswegen fahren wir auf der neuen responsive-Seite die Werbung auch zurück, wo sie nicht benötigt wird. Angedacht war von uns mal, dass wir die Webcams als eigenes Projekt auslagern und dann im Meteopool als API integrieren. Deine Livestream-Sache wäre damit genauso möglich.

Ansonsten würde ich mir über Geld erst einmal wenig Gedanken machen. Erstmal aufbauen - und dann schauen. Von Projekten, die erst das Geld sehen und dann den Sinn, halte ich nicht viel. Aktuell sehe ich hier wenig Hindernisse, einfach eine Livecam aufzustellen und die über günstige Homeserver-Technik zu streamen. Machen viele so - da brauchts keine aufgeblähte Projektierung dahinter. Das Einführen eines neuen Meta-Daten-Typs in unserer Datenbank ist wie gesagt ein Fingerschnipps. Haben wir die letzten Jahre nicht anders gemacht und zur Not jagen wir alle Webcams einmal durch das Massenprüf-Tool. ;)

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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von Hochnebel » Mittwoch 6. April 2016, 14:03

Bei Lage würden sicherlich einige Leute gucken.

Das mit den Homeservern als Stream-Knotenpunkt habe ich ja schon versucht, jedoch als vServer bei nem Anbieter um meine Bandbreite zu schonen weil der besser angebundene Server den Stream encodiert und ihn verteilen sollte. Leider bin ich schon seit 2 Monaten an dran weil ich hab zwar jemanden der programmieren kann, jedoch sind da entweder Hindernisse oder er guckt nur sporadisch mal dabei sodass nichts voran geht.

Ich hab nur 200/20 mbit und mit 20 mbit up wirds bei mehreren Leuten auf der Cam denke schwer (beide Cams nutzen ca 4-5 mbit insgesamt). Drittanbieter sind teuer. Die wollen teilweise freche Preise haben und auch Software für auf dem PC verlangen die teils monatliche, hohe Kosten! Bei dem kostenfreien Adobe-Stream-Tool kann ich z.B keine IP-Kamera als Input wählen, bei OBS das gleiche...

Ich hab meine Streams bei "Ipcamlive". Der Anbieter hat das beste Preis-Leistungsverhältnis, ist jedoch immernoch teuer für ne eigentlich gemeinnützige Sache und es ist nur ne Frage der Zeit, bis sie die Preise anheben. Mit nem eigenen Server würd ich statt 25 Euro (12,50 pro cam) vllt 10-15 zahlen und könnte beliebig viele Cams einbauen wo schon der nächste Vorteil wäre: Gegen ne faire Gebühr Anteil der Serverkosten, könnte man noch ne fremde Kamera mit drüberlaufen lassen sofern die Hardware das mitmacht etc = günstig für beide Seiten!

Das Problem scheint aber die Software zu sein die den Stream encodiert und als RTMP verteilt, eben das was jetzt der Drittanbieter tut. Habe gehört dass es mit "Red5" oder "FFMPEG" gehen soll wobei letzteres ja glaube eingestampft wird und dann anders sein soll. Habe jedoch keinen Plan von sowas.

Und die Streams könnte man dann einfach per Iframe bei Meteopool mit einbauen wie du schon sagtest.

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Sven Lüke
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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von Sven Lüke » Mittwoch 6. April 2016, 23:05

Aktuell habe ich leider nicht soviel Zeit, mich erneut in Red5 und Streaming einzuarbeiten (hatte es ja bei mir selbst mal auf dem Server am laufen), da erst noch ein paar Arbeiten zu IRAS erledigt werden müssen....

Sobald Luft ist, werde ich mich gerne nochmal damit beschäftigen, sofern Bedarf besteht...

Grüße, Sven

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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von Hochnebel » Donnerstag 7. April 2016, 01:15

Das wäre echt toll wenn du das hinbekämst da dann alles aus einer Hand wäre und viel billiger halt. Wäre auch bereit notfalls ein paar Euros locker zumachen als "Aufwandsentschädigung" :wink: Aber Vereins-Geschichten gehen halt vor.

Auch wenns hier jetzt kurz off-topic wird, finde ich, dass IRAS benutzerfreundlicher werden muss. Z.B das man in der Karte navigieren kann mit der Maus/Finger und sich so seinen passenden Bildausschnitt sucht anstatt reine Koordinaten-Eingabe etc. Habe das ja im dazugehörigen Thread bereits angeschnitten wo es um das 1. April-Update ging.

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Re: Idee: Livestream-Netzwerk zur Unwetterfernbeobachtung

Beitrag von FleyFire » Samstag 21. Mai 2016, 14:53

Dann nimmst du dir die zukünftige app, ortest dich und kannst es auch auf der IRAS-Homepage nutzen :wink:
Freiwillige Feuerwehr Hagen - Wir fahren Einsätze, die die Leitstelle noch gar nicht kennt :-)

Christoph Schledorn - Advanced Spotter Premium - Team: Stormchaser Ruhrgebiet - Aus: Hagen - Chasinggebiete: NRW und Umgebung

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