25.08.2012 | v.a. Nordthüringen | Gewitter mit Wolkenbruch

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bärenfänger
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25.08.2012 | v.a. Nordthüringen | Gewitter mit Wolkenbruch

Beitrag von bärenfänger » Sonntag 26. August 2012, 00:23

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Quelle: DWD via http://www.wetterzentrale.de/" onclick="window.open(this.href);return false;

Synoptische Übersicht:

Auf der Rückseite eines Tiefs über den Britischen Inseln floss Höhenkaltluft nach Mitteleuropa. Dabei lagen die Energiewerte eher im moderaten bis niedrigen Bereich, ebenso wie die Taupunkte und die Lufttemperatur. Durch die Höhenkaltluft war an diesem Tag nicht mit hochreichenden Zellen zu rechnen. Jedoch war die Windscherung (v.a. Geschwindigkeitsscherung) durch einen sehr kräftigen südwestlichen Höhenwind relativ stark, sodass bei Konvektion sehr gute Bedingungen für organisierte Strukturen vorhanden waren.

Gewitterentwicklung:

Zur Bildung nennenswerter Schauer und Gewitter kam es im Wesentlichen nur in der Nordhälfte Deutschlands. Besonders hervorzuheben sind einige kräftige, langlebige Zellen in der Mitte und im Nordosten, bei denen es sich möglicherweise um flache (low-topped) Superzellen handelte, die sehr kräftige Niederschläge (Starkregen, Hagel) und Sturmböen hervorbrachten, v.a. in Nordthüringen.

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Die mögliche Low-topped-Superzelle bei Sollstedt im Landkreis Nordhausen (Nordthüringen)
Foto: Oliver Kox

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Weiteres gut organisiertes Gewitter bei Sollstedt
Foto: Oliver Kox

Schäden:

Schäden durch Sturmböen und Überflutungen mit Schlammlawinen sind bisher vorwiegend aus Nordthüringen bekannt. Besonders betroffen waren Orte auf dem Eichsfeld und im Wippertal.

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Schlammmassen von den Feldern am Friedhof von Gerterode (Landkreis Eichsfeld)
Foto: Oliver Kox

Presselinks:

Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR)
Kreise Eichsfeld und Nordhausen: Unwetter wütet in Nordthüringen
Ein Unwetter mit Regen und Hagel hat am Sonnabendnachmittag in Nordthüringen für zum Teil große Schäden gesorgt. Nach Informationen der Polizei waren die Orte Kreuzebra, Kallmerode und Gerterode im Kreis Eichsfeld besonders stark betroffen. Gerterodes Bürgermeister, Udo Hartung, sagte dem MDR, Regen und Wassermassen hätten Schlamm von den umliegenden Äckern ins Dorf gespült. Die Flutgräben hätten nicht ausgereicht. Mehrere Straßen seien betroffen gewesen.

Dorfbewohner helfen sich gegenseitig
Bis zu 80 Helfer aus dem Ort seien im Einsatz gewesen, um die Schäden zu beseitigen. Durch ein Haus ist der Schlamm Hartung zufolge komplett durchgelaufen. Zudem sei ein Keller stark überflutet worden.

Für den Landkreis Eichsfeld hatte keine offizielle Unwetterwarnung vorgelegen. Für den angrenzenden Landkreis Nordhausen war hingegen vor Gewitter, Sturmböen und Starkregen gewarnt worden. Nach Angaben der Polizei wurden dort zwischen Wipperdorf und Nohra eine Straße überflutet und Bäume umgeknickt. Ein Sprecher sagte, das Unwetter habe anfangs bedrohlicher ausgesehen, als es letztlich gewesen sei. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.
Quelle: http://www.mdr.de/" onclick="window.open(this.href);return false;

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(letzte Aktualisierung: 26.08.2012; 0:22)

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