[status=?] 19.07.2007 - Bayreuth (Bayern)

Felix Welzenbach

Beitrag von Felix Welzenbach » Samstag 28. Juli 2007, 16:36

Ich les immer wieder tippen...glauben....

begründet doch mal...

pmaisel
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Beitrag von pmaisel » Samstag 28. Juli 2007, 17:54

@Kloflo

in der Stadt gibt es eine "Schneise". Ich werde sie mal in Googleearth einzeichnen. Die Schneise ist relativ schmal, ca 150-300m. Ich bin noch dabei meine Daten über die Schäden auszuwerten.

Gruss

Peter

Unwetterbeobachter
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Beitrag von Unwetterbeobachter » Samstag 28. Juli 2007, 20:00

Hallo Felix

Zum Teile gehe ich mal von deren jetzigen Aussagen hier im Forum und den Berichten aus, den Bildern und die Aussage von einigen Zeugen. Da Zeugen beschreiben eine Rotation beobachtet zu haben.


Zumindest müßten doch Ansetzte an dieser Wolkenformation zuerkennen gewesen sein. Vielleicht mögliche Vorstufen einer möglichen Bildung eines Tornados.

Das dennoch die Scherungumgebung aber nicht mehr sehr günstig dafür war und diese Eindrehung nicht noch stärker geworden ist. Die Überflutungen sind glaube ich auch eher durch sehr feuchte Fallwinde mit runtergezogen wurden.

Was ist mit die Fläche von der gesprochen wurde könnte dies nicht er ein Downbursts gewesen sein und auch die Schäden irgendwie in der Stadt da die Verteilung und die Vorkommen der Schäden mir irgendwie anders vorkommen.

Aber ich behauptete mal nun nichts weiter, solange keine Beweise weiter vorliegen. Solange dies nichts ganz eindeutig ist. Zumindest gibt es Wolkenmauern die bis zum Boden fasst reichen können in einer runden oder ähnlichen Wolkenmasse rotieren. Die Rotation muss aufgrund einer starken Aufwärtsströmung entstanden sein.


Von der Krümmerung etwas dem Bow Echo kann man aber noch von Downbursts ausgehen.

Gruss Marco

Felix Welzenbach

Beitrag von Felix Welzenbach » Samstag 28. Juli 2007, 20:45

Dein Deutsch hier im Forum und auf Deiner Seite ist doch Satire, oder?
Von den haarsträubenden Inhalten ganz zu schweigen.

Unwetterbeobachter
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Beitrag von Unwetterbeobachter » Samstag 28. Juli 2007, 21:28

Hallo Felix gut das ist natürlich deine Meinung. Und die Satire Zweifel eher an. Gut es soll hier kein Streit entstehen. Du mußt natürlich nicht dies lesen, wenn du nicht möchtest. Schreiben ist nun mal nicht eine meiner Stärken. Dennoch fällt mir manchmal deine Kretik auf. Zumindst schätze ich deine Seite auch mit die Inhalte, dennoch kommt es mir so vor als wenn dir etwas nicht gefällt.

Gruss Marco

Eyk
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Beitrag von Eyk » Sonntag 29. Juli 2007, 14:48

Um mal auch meine Butter bei die Fische zu geben...

Bild
DAS sieht für mich aus wie ein organisierter Aufwindbereich ( Breite regenfreie Basis bzw Inflow Bereich davor) mit einer Böenkante welche die Grenze zwischen einem einen womöglichen flankirerenden Abwind und deem warmen quer dazu strömenden Inflow darstellt.

Will hier nicht gleich Superzelle sagen, aber dennoch siehts verdächtig aus.
Wenn hier jemand die Rotation deutlich gesehen hat dann die der Wallcloud, die man leider auf diesen Bildern nur vermuten kann.
evtl ist diese gar inkooperiert
Im Zusammenhabgt mit den gesichteten Schadbildern die für mich auch einzelne Torsionsschäden und auch Verfrachtungen zeigen ergibt sich folgendes:

Ich würde auf kurzlebigen evtl bereits rainwrapped Tornado tippen dem ein Burst folgte..
So war es bei einer HP Superzelle am 28.7.05 bei Kassel.

MFG

Eyk
Die Probleme und deren Verlagerung und das Auftreten derselben tritt ein mit der Änderung des Aggregatzustandes von Wasser.

Forstexperte
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Beitrag von Forstexperte » Donnerstag 2. August 2007, 20:15

Hallo zusammen,

an meiner Einschätzung auf der 1. Seite dieses Threads hat sich nichts geändert. Dafür die die Sachlage auch zu eindeutig.

Also:
Der Großteil der Schäden dürfte mit Sicherheit auf einen wet-Downburst (in deutlicher T2-Stärke) –verbunden mit extremen Starkregen und dichtem kleinkörnigen Hagel – zurückzuführen sein.

Hier mal ein Beispielsvideo, welches dieses Ereignis in meinen Augen repräsentativ zeigt. Man beachte die „schubweisen“ Intensitätssteigerungen“ die mehrmals Whiteoute-Effekte mit sich bringen.

http://www.youtube.com/watch?v=MIt4fAXk ... ed&search=

Zu Downburst passt auch diese Aussage von Ralf aus Nürnberg im WZ-Forum:

http://www.wzforum.de/forum2/read.php?2 ... sg-1178556

Und diese in der Frankenpost gemachten Angaben:
http://www.frankenpost.de/nachrichten/r ... 389,684395

Die max. Intensität der gezeigten Schäden stufe ich in deutlich T3/F1:
http://www.nordbayerischer-kurier.de/bi ... ow_391.htm
http://www.nordbayerischer-kurier.de/bi ... ow_391.htm
http://www.nordbayerischer-kurier.de/bi ... ow_391.htm
http://www.nordbayerischer-kurier.de/bi ... ow_391.htm

T2/F1 wurde rel. großflächig erreicht und ist auf zahlreichen Bildern zu sehen..

Dass aber zusätzlich auch ein Tornado für Schäden gesorgt haben kann zeigt dieses Video:

Von Sven „schneller gemacht“, damit die Rotation deutlich wird:
http://www.wzforum.de/forum2/read.php?2 ... sg-1172229

Aber von Johannes Dahl (Estofex) wurde die Rotation auch vorher erkannt:
http://www.wzforum.de/forum2/read.php?2 ... sg-1172042

und diese Bilder auf:
http://www.nordbayerischer-kurier.de/bi ... ld_391.htm

Also, Superzellenstruktur und die Möglichkeit der Ausbildung eines Tornados war auf jeden Fall vorhanden.

Karte mit Schadensorten von Stefan Müller:
WZ-Forum:
http://www.wzforum.de/forum2/file.php?0,file=1337
hier im Thread:
http://www.bilder-hochladen.net/files/36c4-l-jpg.html

Fazit:
Wet-Downburst in T2/F1-Intensität gesichert,
max. Intensität der Sturmschäden in Bayreuth und unmittelbarer Umgebung T3/F1.

Intensivste Schäden durch Tornado möglich, aber bislang keine harten Indizien für Tornado.

Eyks These von einem „rainwrapped Tornado”, dem der Downburst (mit einer größeren Flächenabdeckung) folgte, halte ich für gar nicht mal abwegig.

Falls keine stärkeren Tornadoindizien auftauchen, sollte das Ganze als T3/F1 - Downburst mit dem Zusatz „additionally Tornado possible“ geführt werden.

Viele Grüße, Martin
Melle-Wellingholzhausen, 20 km sö. Osnabrück

Benjamin
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Beitrag von Benjamin » Freitag 3. August 2007, 13:09

Hallo
Intensivste Schäden durch Tornado möglich, aber bislang keine harten Indizien für Tornado.

Eyks These von einem „rainwrapped Tornado”, dem der Downburst (mit einer größeren Flächenabdeckung) folgte, halte ich für gar nicht mal abwegig.

Falls keine stärkeren Tornadoindizien auftauchen, sollte das Ganze als T3/F1 - Downburst mit dem Zusatz „additionally Tornado possible“ geführt werden.
Wobei man dann natürlich diesen Zusatz als Generalklausel hinter jedes
konvektive Sturmereignis mit Hinweis auf Organisation bringen kann.
Denn mehr ist hier nicht gegeben. Im Gegenteil: Ein mesozyklonaler
Tornado über großstädtischem Gebiet...das hätte doch erkannt,
dokumentiert werden müssen.

Klar, auschließen lässt sich in den meisten Fällen nichts, aber man sollte
nicht nur die Tornadonachweis, sondern auch den Tornadoverdacht
auf eine halbwegs solide Indiziengrundlage stellen.

Die sehe ich hier bisher nicht.

Viele Grüße

Benjamin

Forstexperte
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Beitrag von Forstexperte » Freitag 3. August 2007, 22:08

Hallo Benjamin,
Benjamin hat geschrieben:
Intensivste Schäden durch Tornado möglich, aber bislang keine harten Indizien für Tornado.

Eyks These von einem „rainwrapped Tornado”, dem der Downburst (mit einer größeren Flächenabdeckung) folgte, halte ich für gar nicht mal abwegig.

Falls keine stärkeren Tornadoindizien auftauchen, sollte das Ganze als T3/F1 - Downburst mit dem Zusatz „additionally Tornado possible“ geführt werden.
Wobei man dann natürlich diesen Zusatz als Generalklausel hinter jedes
konvektive Sturmereignis mit Hinweis auf Organisation bringen kann.
Denn mehr ist hier nicht gegeben. Im Gegenteil: Ein mesozyklonaler
Tornado über großstädtischem Gebiet...das hätte doch erkannt,
dokumentiert werden müssen.

Klar, auschließen lässt sich in den meisten Fällen nichts, aber man sollte
nicht nur die Tornadonachweis, sondern auch den Tornadoverdacht
auf eine halbwegs solide Indiziengrundlage stellen.
Von Torndoverdacht hab ich gar nicht gesprochen, sondern von einem gesichertem Downburst. Da ich aber einen Tornado aufgrund der Charakteristik der Zelle insgesamt - nicht unbedingt im Bayreuther Stadtgebiet - sondern v. a. im Umland (wo dies nicht gesehen worden muss) für durchaus denkbar halte, war mein Vorschlag hier den Zusatz „additionally Tornado possible“. In der Statistik würde solch ein Fall als reiner Downburst geführt werden. Wie gesagt, es gibt ja nicht einmal harte Tornadoindizien, daher auch kein T-Verdacht ... .

Viele Grüße übern Teuto, Martin
Melle-Wellingholzhausen, 20 km sö. Osnabrück

Uwe Reiss
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Beitrag von Uwe Reiss » Freitag 10. August 2007, 23:02

Hallo Zusammen,

dank eines Arbeitskollegen kann ich hier einige Originalseiten des Nordbayrischen Kuriers präsentieren, die andere Bilder als die Diashow-online zeigen:

Bild

Bild

Bild


Hier sieht es nach meiner Meinung nach Torsionsbrüchen (z.B. links der Brücke) und auch kleinräumigen Schneisen aus (Park der Eremitage) aus. Die Einschätzung aus der WZ lass ich so nicht gelten, bevor die Schadenspur nicht eingehender untersucht wurde.

Eyk und Martin haben wohl die nächstliegende Variante beschrieben, der ich mich gern anschliessen möchte. Wet burst und rain wrapped tornado waren wohl die schadensbringende Kombination in Bayreuth. Leider existiert nach wie vor keine einheitliche Richtlinie zur Verifizierung der Schäden. Dass diese so nicht vorgegeben werden kann, liegt sicher an der enormen Spreizung der Verläufe. Allerdings behaupte ich hier: Ohne selbige, werden wir uns weiterhin im Bereich der Vermutungen bewegen und F0 als keinen Tornado einstufen…

Gruss

Uwe

Thomas Sävert
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Beitrag von Thomas Sävert » Dienstag 4. September 2007, 10:21

pmaisel hat geschrieben:@Kloflo

in der Stadt gibt es eine "Schneise". Ich werde sie mal in Googleearth einzeichnen. Die Schneise ist relativ schmal, ca 150-300m. Ich bin noch dabei meine Daten über die Schäden auszuwerten.

Gruss

Peter
Hallo Peter,

wie sieht es aus, wie weit ist die Karte mit den Schäden?

Grüße, Thomas Sävert
Tornadoliste Deutschland
http://www.tornadoliste.de

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