[verdacht] 01.08.1958 - Main-Kinzig Kreis (MKK|Hessen)

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Markus - 7km sw von Pirna
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[verdacht] 01.08.1958 - Main-Kinzig Kreis (MKK|Hessen)

Beitrag von Markus - 7km sw von Pirna » Freitag 12. März 2010, 23:52

Hallo,
beim recherchieren von Ansichtskarten bin ich auf einen Fall gestoßen, der scheinbar noch nicht explizit in der Tornadoliste aufgeführt ist.

Das betrifft diese Schilderung hier, da geht es um den Ort Wächtersbach, aber auch vom Nachbarort Salmünster wird von Schneißenartigen Schäden geschrieben.
http://www.hgv-waechtersbach.de/index.p ... &Itemid=15" onclick="window.open(this.href);return false;
Üppiges Material scheint vorhanden zu sein... die Schadensschilderungen sind auch ziemlich eindrucksvoll (Güterzug/ Kirchturm)

Das könnte wiederum in Zusammenhang stehen mit 2 Verdachtsfällen, welche bei T.Sävert gelistet sind:
01.08.1958
Verdacht Schwarzenfels
Hessen n.bek. Bericht eines Augenzeugen, Verfrachtungen über rund 100 Meter.


01.08.1958
Verdacht Niedergründau
Hessen n.bek. "1958 Wirbelsturm mit verheerender Wirkung, am 01. August." (Quelle: Niedergründau).

Niedergründauer Zeittafel (Niedergründau)


Die genannten Orte liegen alle ziemlich auf einer Linie....

Auf jeden Fall wären die unter obigen Link genannten Infos:
"Mit 50 zum Teil spektakulären Fotos, dazu Wetterkarten, Grafiken und Augenzeugenberichten gab er einen Überblick zu diesem dramatischen Ereigniss."
---> sehr interessant ;)
Möchte aber erstmal weitere Meinungen lesen, oder ob Thomas vllt doch schon weitere Infos hat?
Ansonsten wäre Kontaktaufnahme mit dem Heimatverein dort sinnvoll..

Gruß, Markus

carhein71
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Re: [verdacht] 01.08.1958 - Main-Kinzig Kreis (MKK|Hessen)

Beitrag von carhein71 » Dienstag 12. Mai 2015, 20:51

Genau zu diesem Verdacht existiert eine Schilderung, die vom benachbarten Biebergemünd gemacht worden ist: "Leit, es hot driiben alles durcheinannergeschmiisse. Die Bahn is hiniwwer!". Meine Mutter hatte just an diesem Tag ihren ersten Arbeitstag. In der Erzählung heißt es; "Unser Chef hat uns damals angeboten, in Gelnhausen Pensionen zu beziehen (Anm.: Der Arbeitsplatz war die in Gründau damals beheimatete WIBAU AG). Da ist ja nichts mehr gefahren. Mein Arbeitskollege hat mich dann bis nach Gelnhausen zum Bus auf dem Fahrrad mitgenommen."
Es existiert also hier tatsächlich eine narrative Breite, die bis heute bei denen, die es damals miterlebt haben, festsitzt. Dieses ist also nach 50 Jahren immer noch im "Kulturellen Gedächtnis" der Region. Eine solche Narratio ist als hoch glaubwürdig anzusehen, zumal es über alle Gesellschaftsschichten hinweg gleich oder ähnlich erzählt wird.

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