Fliegender Edelstein

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knolt
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Fliegender Edelstein

Beitrag von knolt » Mittwoch 6. Januar 2010, 00:04

Hi zusammen

Ich konnte heute, nach dem ich 1,5h unter 2 weißen Bettlaken getarnt auf der Lauer lag, nen Eisvogel ablichten. Leider sind 300mm Brennweite trotz Tarnung immer noch arg kurz sodaß nur ein starker Ausschnitt möglich war, ausserdem ISO 1600 wegen wenig Licht und schon ist die Quali :boese:. Hab beschlossen die Bilder dieses anmutigen und wunderschönen Tieres trotz der Quali mal hochzuladen und zu zeigen.

Gruß Malte

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Gerrit Rudolph, Limburg/L
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Re: Fliegender Edelstein

Beitrag von Gerrit Rudolph, Limburg/L » Mittwoch 6. Januar 2010, 07:56

Schöner Fisch, aber was soll dieser blaue Vogel auf dem Bild? :wink:

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Cumulus Humilis
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Re: Fliegender Edelstein

Beitrag von Cumulus Humilis » Donnerstag 7. Januar 2010, 22:07

Hallo Malte,

schöner Fang! :)

Das ist halt das Dilemma der (Wild-)Tierfotografie: Die Brennweite ist immer zu kurz und das Licht immer zu schlecht... :wink: Aber so übel finde ich die Qualität nicht, jedenfalls für ein Crop bei ISO 1600. Schreib doch mal was zu den Bedingungen (Kamera, Objektiv, Nachbearbeitung?)

Die Bilder erinnern mich an eine Geschichte vor einigen Jahren: Ich saß in einem Ruderboot auf einem See in Irland und beobachtete einen Eisvogel beim Fischen. Als ich mich nah genug zum Fotografieren herangetastet und die Kamera im Anschlag hatte - verabschiedete sich die Batterie... Natürlich hatte ich keinen Ersatz einstecken... :scratch: Also zurückrudern, Batterie holen - und weg war der Vogel... :boese: :boese: :boese: Tja, seit dem nie mehr ohne Ersatzbatterie (und Ersatzkamera) am Mann bei solchen Touren. :wink:

Gruß,
Andreas
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knolt
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Re: Fliegender Edelstein

Beitrag von knolt » Freitag 8. Januar 2010, 18:56

Hi Andreas
Schreib doch mal was zu den Bedingungen (Kamera, Objektiv, Nachbearbeitung?)
Also Ausrüstung war K200D von Pentax mit DA*300mm f4 welches ich gebraucht in der Bucht angeln konnte. Neu wäre das Objektiv ausserhalb meiner Möglichkeiten. Ansonsten ISO 1600, 1/400 sek f4.5 aus der Hand geschossen. RAW-Datei dann mit Raw Therapee entwickelt und dabei sehr stark entrauscht ohne nachschärfen. In GIMP Ausschnitte angefertigt (sind nahezu 100% Crops) Tonwertkorrektur und zum Schluss mit dem GIMP Plug-in "Smart Redux Sharpen" die Kanten stark nachgeschärft.

Du hast schon recht, Brennweite hat man nie genug bei Tieraufnahmen. Ich hätt auch gern nen Sigma 500mm 4.5 aber die 4500€ machen das ganze zu nem Wunschtraum. Da hilft nur tarnen, für den Sommer hab ich nen Ghille Suit und im Winter halt noch Bettlaken drüber. Das fiese bei diesem Eisvogel ist, er scheint unheimlich Standorttreu und nimmt in den letzten 2 Wochen eigentlich immer wenn ich ihn sehe den gleichen Strauch um seine Beute zu erschlagen, bloß liegt zwischen ihm und meinem Ansitz ein 5-6m breites Flüsschen und die andere Seite kann ich nicht betreten da Privatgelände. Somit kann ich ihn oft sehen komme aber nicht näher ran obwohl er mich von der Tarnung her wohl auch noch näher ranlassen würde. Sprich ich muss eigentlich noch einen anderen Eisvogel finden dessen Revier aus fototechnischer Sicht sich besser eignet. Leider fallen die Eisvögel ja nicht vom Himmel also könnte sich die Suche stressiger gestalten. :?

Gruß Malte
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Re: Fliegender Edelstein

Beitrag von Cumulus Humilis » Samstag 9. Januar 2010, 01:02

Hallo Malte,

ah, ein DA* 300, damit habe ich auch schon geliebäugelt - wenn der Preis nicht wäre... Und das Sigma 500, bestimmt klasse, aber nee, dafür nutze ich ein langes Tele doch zu selten! ;-)

Das Entrauschen sieht man deutlich, zumal Pentax ja dafür bekannt ist, eher mehr Rauschen zuzulassen - zugunsten der Detailauflösung. Ich finde das gut, denn Entrauschen kann man nachträglich. Die teilweise bis zum Flamewar geführten "Rauschdiskussionen" halte ich sowieso für lächerlich, jedenfalls wenn es um Lumiszenzrauschen geht. Vergleicht man das der modernen DSLRs mit der Körnigkeit von 400er oder gar 800er Diafilmen, sehen die DSLRs sicher nicht schlecht aus. Aber wie schon gesagt, für die Bedingungen finde ich die Aufnahmen sehr ordentlich, vor allem als Freihandschüsse. 1/400 Sek. bei 300 mm ist ja nicht so schnell, schon gar nicht aus unbequemer Lage und nach langem Ansitzen, aber die "shake reduction" hilft da ja schon eine Menge... ;-)

Wenn ich mich recht erinnere, ist diese Standorttreue sehr typisch für Eisvögel. Ist natürlich schade, daß Du von der anderen Seite nicht heran kommst, aber wahrscheinlich bietet die Wasserseite sowieso die bessere Sicht. Einen weiteren Vogel mit auch noch bessern Fotobedingungen zu finden dürfte in der Tat nicht ganz einfach sein.

Gruß,
Andreas
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Re: Fliegender Edelstein

Beitrag von gaby » Samstag 9. Januar 2010, 13:31

hi,
wo warst du denn zum fotografieren?
ich habe mich nämlich schon gefragt,ob es hier eisvögel gibt,und siehe da,da kommst du mit foto´s von eben diesen :wink:
lg gaby
wat fürn wind aber auch

knolt
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Re: Fliegender Edelstein

Beitrag von knolt » Samstag 9. Januar 2010, 16:48

Hi zusammen

@Gaby: Von Sulingen aus hast du einen der naturbelassensten Flüsse der norddeutschen Tiefebene in erreichbarer Distanz, nämlich die Hunte. Ist eigentlich auch der Ort wo ich im nächsten Jahr mich umschauen möchte. Zu Schulzeiten hab ich dort auf eine Kanutour an einem NAchmittag 4 Eisvögel gesehen obwohl wir als Klasse nicht unbedingt leise und unauffällig waren Eines sollte man aber immer im Hinterkopf haben viele Bereiche dort stehen aus gutem Grund unter Naturschutz und besonders zur Brutzeit im Frühjahr solle der eigene Entdeckerdrang hinter den Bedürfnissen des Vogel zurückstehen, damit er eine Chance zu Überleben hat.

@ Andreas: Ja der Preis fürs DA* tut weh, aber wenn man es mal in der Hand hatte will man kein klappriges 70-300/55-300 mehr anfassen :D und von der Bildquali versenkt es mein altes 55-300 auch locker. Aber ich kotts auch nur finanzieren indem ich das 55-300 verkauft hab und das DA* gebraucht gekauft hab. Interessante Liste für Gebrauchtpreise für Pentaxobjektive gibt´s übrigends hier:
http://www.flickr.com/photos/ossy59/2701065637/


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