Unwetter - 21./22.08.2012 (alle Bundesländer)

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Axel F.
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Unwetter - 21./22.08.2012 (alle Bundesländer)

Beitrag von Axel F. » Mittwoch 22. August 2012, 12:15

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Schwere Gewitter wüten über Sachsen

Am Mittwochmorgen hat ein Unwetter in der Lausitz schwere Schäden verursacht. Ein Erdrutsch hatte gestern Abend die A4 bei Chemnitz blockiert.

Bild
Starkregen verursachte gestern auf der A4 bei Chemnitz einen Erdrutsch.
Foto: brennpunktfoto

In sz-online
Straßensperrungen und Schlammlawinen
Unwetter über Sachsen haben am Montag schwere Schäden verursacht.
Video: Unwetter - Sieben Zentimeter große Hagelkörner

Fotogalerien
Die Schlammlawine im Kirnitzschtal

Görlitz/Chemnitz/Zwickau. Eine Unwetterfront mit Sturmböen der Stärke 9 hat am Mittwochmorgen schwere Schäden in um Görlitz verursacht. Im Stadtgebiet fielen Bäume in die Fahrdrähte der Straßenbahn, in Königshain wurden Stromleitungen beschädigt. Der Zugverkehr zwischen Hagenwerder und Zittau ist unterbrochen, weil ein umgestürzter Baum nahe Ostritz die Gleise blockiert.

In Reichenbach zertrümmerte ein umfallender Baum ein Auto. Der Sturm riss in Görlitz ein 20 Meter langes Pappdach von einem Flachbau. Berichte über kaputte Dächer treffen auch aus Friedersdorf ein. Derzeit sind die Feuerwehren noch im Einsatz. Die Polizei hatt einige Straßen gesperrt. Das Unwetter wütete zwischen 7.35 und 7.45 Uhr. Innerhalb von nur zehn Minuten fielen fast zwölf Liter Regen pro Quadratmeter.

Gewitter, Hagel und Starkregen hatten bereits am Dienstagabend in Chemnitz und im Kreis Zwickau für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Wie die Polizei mitteilte, wurden auf der A4 zwischen Chemnitz-Mitte und Glösa zwei von drei Fahrspuren durch einen Erdrutsch blockiert. Dort spülte der Regen Schlamm von den angrenzenden Feldern auf die Straße. Auch im Chemnitzer Stadtgebiet sorgten heftige Regenfälle für kurzzeitig überflutete Straßen.

Im Kreis Zwickau und im Erzgebirgskreis musste die Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume ausrücken. Behinderungen gab es deshalb auf der B93 in Langenweißbach und in Oelsnitz. (SZ/rs/dpa)

Arnulf B.
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Re: Unwetter - 21./22.08.2012 (alle Bundesländer)

Beitrag von Arnulf B. » Mittwoch 22. August 2012, 15:46

Sachsen:

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Brandenburg:

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Thüringen:

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I give a fuck.

Axel F.
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Re: Unwetter - 21./22.08.2012 (alle Bundesländer)

Beitrag von Axel F. » Donnerstag 23. August 2012, 06:54

Auf Sturm folgt Sturm

Heftige Gewitter mit Starkregen und kräftigen Böen richten erneut schwere Schäden an.

Die Ruhe nach dem Sturm hielt nicht lange an. Einige Stunden nachdem gestern früh ein heftiges Gewitter über ganz Sachsen gewütet hatte, ging es gegen elf Uhr nochmals los: Schlagartig verdunkelte sich der Himmel, es donnerte und schüttete, was das Zeug hielt. „Schuld war ein Gewittertief, das aus Süddeutschland über Thüringen und Sachsen in Richtung Ostsee unterwegs war“, sagt Meteorologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Für heute sagt der Meteorologe einen „freundlichen Mix aus Sonne und Wolken“ voraus. Ab Freitag könne es wieder gewittern, teils mit heftigem Starkregen. Was das Unwetter bisher angerichtet hat:

Kirnitztschtal: Baum stürzt auf Urlauber-Auto

An der Lichtenhainer Mühle im Kirnitzschtal (bei Bad Schandau) stürzte ein Baum auf den mit vier Personen besetzten Pkw einer Familie aus Offenburg. Sie hatte stoppen müssen, weil die Straße von einer Schlammlawine blockiert war. Die Insassen wurden nur leicht verletzt. Wegen der Bergungsarbeiten und mehrerer Schlammlawinen musste die Kirnitzschtalstraße wie schon am Vortag gesperrt werden. Nach Informationen der Stadtverwaltung Bad Schandau ist nicht klar, wann die Straße wieder befahrbar ist. Das Unwetter stoppte auch den Zugverkehr auf der Bahnstrecke Dresden–Prag. In Pirna-Obervogelgesang stürzten auf etwa 400 Metern Länge Äste auf die Oberleitungen. Von 6.50 Uhr bis 10 Uhr musste die Strecke gesperrt werden.* Viele Ausflügler saßen in Pirna fest – die Ersatzbusse konnten nicht alle Fahrgäste fassen.

Görlitz: Umgestürzte Bäume und blockierte Züge

Eine Unwetterfront mit Spitzenböen bis zu 82 Kilometer pro Stunde ist gestern früh auch über Görlitz und das Umland gezogen. Die Böen entwurzelten zahlreiche Bäume oder knickten sie um. Menschen wurden nicht verletzt. Schäden entstanden vor allem dort, wo die Bäume in Stromleitungen oder in Fahrdrähte der Straßenbahn fielen. Von mehreren Hausdächern wurden Ziegel herabgerissen, in Görlitz löste der Wind ein 20 Meter langes Pappdach von einem Flachbau. In Reichenbach zertrümmerte ein umfallender Baum ein Auto. Zwischen Hagenwerder und Zittau konnten keine Züge fahren, weil ein umgestürzter Baum auf dem polnischen Teil der Strecke nahe Ostritz die Gleise blockierte. Einige Bäume fielen auf Hausdächer wie in Friedersdorf oder in den Weißen Schöps (Holtendorf).

Mittelsachsen: Erzgebirgsbahn kollidiert mit Bäumen

Besonders schlimm wüteten die Unwetter in Mittelsachsen. In Flöha-Plaue und Hetzdorf kollidierten Triebwagen der Erzgebirgsbahn mit Bäumen, die auf die Gleise gestürzt waren. Dabei wurde eine Person verletzt, sagte Lutz Mehlhorn, der Leiter der Erzgebirgsbahn. Auf der Bundesstraße 173 in Niederwiesa kam ein 24-Jähriger mit seinem Peugeot auf einer Schicht Hagelkörner ins Schleudern. Das Auto prallte gegen die Schutzplanke. In Freiberg rissen laut Polizei Teile einer Giebelverkleidung ab, und ein Telefonmast stürzte um – er wurde nur noch von Leitungen gehalten. Die Feuerwehr beseitigte die Gefahrenquelle. Insgesamt mussten die Feuerwehren in Mittelsachsen 38-mal ausrücken – vor allem wegen umgestürzter Bäume.

Bautzen: Schlamm von den Feldern überflutet Straßen

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen wurde auch die Region Bautzen gestern Morgen vom Unwetter erwischt. Wind und heftiger Regen setzten vor allem der Stadt Bautzen und den Gemeinden Malschwitz und Göda zu. Die Rettungskräfte rückten hier zu 30Einsätzen aus. Als Hauptproblem erwies sich das von den Feldern abfließende Regenwasser. An vielen Stellen rissen die Fluten Schlamm und Geröll mit sich. Straßen wurden überspült, Keller liefen voll. Im Bautzener Ortsteil Seidau trat am Morgen der Jordanbach über die Ufer. Dutzende Grundstücke wurden mit Schlamm überflutet.

Dresden: Gewitter stört Bahnsignale

Während des Gewitters gingen morgens in Dresden pro Stunde 18Liter Regen nieder, der höchste Wert in Sachsen. Trotzdem kam die Stadt vergleichsweise glimpflich davon: Vier Pkw wurden durch herabfallende Äste beschädigt, eine Bahnunterführung überflutet. Die Feuerwehr rückte 18 Mal aus, vor allem im Süden und Osten der Stadt. Durch die gestörte Oberleitung waren Pendler von und nach Pirna morgens deutlich länger unterwegs. Flieger in Klotzsche starteten früh mit einer halben Stunde Verspätung. Nach einem Blitzeinschlag waren auch Signalanlagen beim Bahnhof Klotzsche gestört, die Züge nach Ostsachsen waren nachmittags deshalb verspätet.

Chemnitz: Straße und Parkplatz im Chemnitz-Center überflutet

Im Einkaufspark Chemnitz-Center hatten bereits am Montagabend die Ringstraße und der Kundenparkplatz teilweise unter Wasser gestanden. Etliche Pkw mussten laut Polizei abgeschleppt werden. Außerdem hatte sich ein großes Werbeschild losgerissen, das auf mehrere Autos fiel. Personen wurden nicht verletzt. Auf der A4 in Richtung Dresden ergoss sich ebenfalls am Montagabend zwischen den Anschlussstellen Chemnitz-Mitte und Chemnitz-Glösa eine Schlammlawine über die Fahrbahn, die teilweise gesperrt werden musste. Auch Straßen im Stadtgebiet waren wegen Überflutung unpassierbar. Zusätzlich hielten umgestürzte Bäume und Baustelleneinrichtungen die Helfer auf Trab. (SZ)
Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/art ... id=3138014" onclick="window.open(this.href);return false;

* SZ Redakteure sehen einen T-Verdacht, Markus ist da schon dran und ich fahre heute oder morgen da mal hin. Hier gehts zur Bildergalerie http://www.sz-online.de/_tools/galerie/ ... 199&bild=4" onclick="window.open(this.href);return false;

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