Videokamera aber welche?

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Eike
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Videokamera aber welche?

Beitrag von Eike » Sonntag 21. Januar 2007, 21:34

Hallo zusammen,

hab ne Frage an euch. Ich möchte mir in nächster Zeit ne Videokamera kaufen. Welche haltet Ihr denn für gut bzw. welche habt ihr so?
Ich hab mal bissl rumgestöbert und Kameras gefunden mit durchschnittlich 2Megapixel dann welche mit 3Megapixel und etliche mit 800.000 Pixel oder 1,2Megapixel
Wieviel hoch sollte die Auflösung für Wetteraufnahmen sein? Mir erscheint das alles relativ wenig, meine Digicam hat ja schon 5,5Megapixel und die Bilder könnten besser sein.

Danke

Gruß Eike

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Sven Lüke
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Beitrag von Sven Lüke » Sonntag 21. Januar 2007, 22:46

Hallo,

zuerst muss man unterscheiden, ob man einen Camcorder mit normaler Auflösung oder einem mit HDTV-ähnlicher Auflösung haben möchte. So ist es überwiegend noch der Fall, dass Camcorder mit 2 oder noch mehr Megapixel Auflösung diese für Filmaufnahmen gar nicht brauchen, da das TV-Bild (PAL-Norm) eine Auflösung von 720x576 Pixeln hat. Die verbleibenden Pixel werden z.B. für den Verwackelungsschutz verwendet oder kommen bei Standbildern (Fotos) zum Einsatz.

Ob ich also nun 800.000 Pixel oder 2 Megapixel habe macht beim TV-Bild keinen nennenswerten Unterschied, wenn man zu einem PAL-Camcorder greift. Diese Info nur am Rande.

Ganz wichtig ist ein einschaltbarer manueller Fokus - am besten per Hand drehbar vorne am Objektiv. Ebenso sollte sich nach Möglichkeit das Objektiv um zusätzliche Linsen nachrüsten lassen, um z.B. einen Weitwinkel-Konverter aufsetzen zu können (viele Camcorder haben eine Brennweite von 50mm).

Auch muss man sich entscheiden, worauf man aufnehmen möchte: DVD-Rohlinge, DV-Bänder oder (externe) Festplatten. Ich empfehle entweder die guten alten Bänder oder eine Festplatte. DVD-Rohlinge haben wegen der geringen Größe nur eine begrenzte Aufnahmedauer.

Diese Infos auf die Schnelle. Wenn Du nähere Details haben möchtest, melde Dich nochmal. Für eine Kaufempfehlung bräuchte ich noch den Preisrahmen, den Du bereit bist, zu investieren.

Grüße, Sven

Nina
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Beitrag von Nina » Montag 22. Januar 2007, 08:27

Ich klinke mich mal ein, da ich mit etwas Glück auch bald ein begrenztes Budget für eine Videokamera habe und Euch die Tage die gleiche Frage hätte stellen wollen.

MiniDV, Preis max. 300 EUR (ich weiss, damit kommt man nicht sehr weit, aber mehr ist nicht drin, zumal ich weiterhin primär fotografieren werde).

Sinnvolles Zubehör wäre vielleicht auch noch ne Sache. 2. Akku, eine Hand voll Bänder, Stativ und Tasche würden mir als Neuling spontan einfallen. Hab ich was essentielles übersehen?

Eike
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Beitrag von Eike » Montag 22. Januar 2007, 14:46

Hallo,

nun erstmal danke Sven für die schnelle Einführung.
Nun Mein Budget reicht zur Zeit bis 700€, also sollte das nicht unbedingt überschreiten.

Zu dem Punkt worauf man aufnehmen möchte noch eine Frage, meine Eltern hatten damals ne Videokamera mit diesen kleinen Kassetten drinne und wenn er die auf Videokassetten überspielen wollte hat er das mit ner Art Videorekorder gemacht, welche 1 Fach für die kleine und 1 für die große Kassette hatte, wie sieht das technisch heute aus? Beispielsweise auf PC kopieren etc.
Die Möglichkeiten sind ja heute etwas anders.
Im Falle einer Festplatte meinst du damit ne Art Speicherkarte (also SD und was es da noch alles gibt)

Wie gesagt hab bei Kameras keine Ahnung ausser das ich sie bedienen kann :roll:

Gruß Eike

Nina
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Beitrag von Nina » Donnerstag 1. Februar 2007, 09:40

Ich hab auch noch ne Frage: wie viele Bilder pro Sekunde sind Minimum für ordentliche Qualität? Die Werte schwanken je nach Kamera und Auflösung zwischen 60 B/s (sicher gut) und 15 B/s (sicher nicht so gut). Wie sieht es mit den 30 B/s aus?

Dachte da speziell an diese Kamera
http://www.digitalkamera.de/kameras/San ... -HD1EX.asp
die jedoch in bester Auflösung nur (?) mit 30 B/s aufnimmt....

Frank
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Beitrag von Frank » Donnerstag 1. Februar 2007, 19:01

Also die Xacti ist ja eine Hybridkamera (Zwitter zwischen Digicam & Videokamera). Wie da die Erfahrungen bezüglich Praxistauglichkeit aussieht, weiß ich nicht. Sicherlich ein Kompromiss, wenn man weder Digicam noch Videokamera besitzt. Allerdings müsste man dann auch in eine ordentliche Speicherkarte investieren.

Die 60 Bilder/sek. relativieren sich, wenn du später von dem Material DVDs oder Video-Cds machen willst. Die Brenn-Software rechnet die Videos dann sowieso auf 25 Bilder/sek. (PAL) herunter.

Wenn du bereits eine Digicam hast, würde ich das Geld lieber in eine Videokamera mit 16:9 Format investieren!

Gruß

Frank

Nina
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Beitrag von Nina » Donnerstag 1. Februar 2007, 20:28

Danke Frank! Wusste ich gar nicht, dass der Fernseher nur 22 B/s bringt... Allerdings haben wir einen guten Beamer im Haushalt (HDTV-fähig), wie siehts da aus, kann der mehr?

Ich hab ne DSLR mit allem drum und dran, brauche aber demnächst ne neue Digiknipse für immer dabei, da meine treue Canon Powershot A60 nach gut 3 Jahren so langsam den Geist aufgibt. Mein Bruder hat ne ältere Xacti und ist hochzufrieden damit, daher kam die Idee, mal zu gucken, was es aktuell so von Sanyo gibt. Speicherkarten wären kein Problem, 1GB-SD-Karten selbst von Markenherstellern bekommt man im Moment ja fast geschenkt (für den Preis hab ich für meine A60 damals nicht mal ne 128 MB-Karte bekommen...).

Nun halt die Überlegung, ne neue Digiknipse (Canon Powershot A540) UND ne Videokamera zu kaufen oder doch die Xacti.... Problem bei mir ist halt, dass ich ziemlich viel Ahnung von Digicams hab, aber Null Ahnung von Videokameras...!

Budget für beides zusammen maximal 700 EUR.

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Sven Lüke
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Beitrag von Sven Lüke » Montag 5. Februar 2007, 20:29

Erstmal sorry, hatte gar nicht bemerkt, dass der Thread schon weitergeführt wurde. Werde die nächsten Tage mal ein paar Camcorder hier reinsetzen, die ich empfehlen würde.

Noch was kurz zu den Bildern pro Sekunde:

In Europa wird das PAL-System verwendet, welches mit 50 Halbbildern/Sekunde arbeitet (auch als Interlaced oder "i" bezeichnet, ergibt dann 25 Vollbilder, auch als Progressiv oder "p" bezeichnet), in den USA wird das NTSC-System verwendet, welches mit 29,97 Vollbildern arbeitet. Dieser Umstand ergibt sich aus der technischen Vergangenheit des Fernsehens aus den 40er und 50er Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Wir in Europa haben im Stromnetz 50Hz bei 200V, in den USA haben die 60Hz bei 110V.

Um es noch komplizierter zu machen: Kinofilme arbeiten mit 24 Vollbildern pro Sekunde. Die Frage ist, wie bekommt man einen Kinofilm mit 24 Bildern pro Sekunde auf einen deutschen Fernseher, der mit 25 Bildern/Sekunde arbeitet? Ganz einfach: Der Film wird 1:1 übernommen, jedes Kinoeinzelbild entspricht also einem TV-Einzelbild. Das führt dazu, dass Kinofilme auf europäischen Fernsehern mit der PAL-Norm ein klein wenig schneller laufen als im Kino - ergo ist ein abendfüllender Spielfilm im Fernsehen ein paar Minuten kürzer, als im Kino, ebenso ist der Ton auch leicht erhöht, da der Film ja schneller läuft (letzteres kann man heutzutage mit digitaler Überarbeitung wieder korrigieren).

Oh je, jetzt habe ichschon viel zu viel geschrieben. Nur kurz gesagt: Man braucht einen Camcorder mit PAL-System, um vernünftige Aufnahmen für den Fernseher bzw. DVD zu bekommen. Irgendwleche Hybrid-Kameras, die eigentlich eher Fotos machen und sichals Camcorder mißbrauchen lassen, davon würde ich die Finger lassen.

Mehr dazu die Tage.

Grüße, Sven

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Beitrag von Sven Lüke » Montag 5. Februar 2007, 21:00

wie sieht das technisch heute aus? Beispielsweise auf PC kopieren etc. Die Möglichkeiten sind ja heute etwas anders.
Alle Videokameras haben entweder einen Firewire-Ausgang (auch als i.Link oder 1394-Schnittstelle bekannt) oder einen USB-Ausgane. Über diese Anschlüsse wird der Camcorder dann mit dem PC verbunden und die Daten ausgelesen (i.d.R. als DV-Videodatenstrom).

Eine Ausnahme bilden die Camcorder, die auf DVD-Rohlinge aufzeichnen, die haben das Videomaterial meist im MPEG2-Format (DVD-Norm) abgespeichert. Dazu rate ich aber ab.

Grüße, Sven

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Beitrag von Eike » Montag 5. Februar 2007, 22:50

Danke dir Sven hätte nicht gedacht das man so viel beachten muss.
Ich lass mich nicht gerne im Geschäft beraten, gibt da solche und solche, leider schon Erfahrung gemacht. Von daher bin ich sehr dankbar für die guten Ratschläge hier.

Gruß Eike

Nina
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Beitrag von Nina » Dienstag 6. Februar 2007, 08:10

Ja, das ist das Problem. Wenn man keine Ahnung hat, braucht man Beratung. Und wenn man keine Ahnung hat, merkt man nicht, ob der "Berater" Ahnung hat oder nicht :roll:

Hmm, für mich wäre Firewire wichtig, da ich nen alten Rechner hab, der nur USB 1.1 kann. Das würde damit wahrscheinlich ewig dauern
:shock:

Auf jeden Fall schon wieder was gelernt, Danke!

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Beitrag von Joerg72 » Dienstag 6. Februar 2007, 12:55

Hallo Nina,
bedenke aber auch, das Du dann natürlich auch einen Firewire-Anschluß an Deinem Rechner haben mußt. Der ist noch nichtmal bei neuen Rechnern unbedingt Standardmäßig dabei...

Aber man kann ihn als PCI-Steckkarte nachrüsten...

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Beitrag von Nina » Dienstag 6. Februar 2007, 13:52

Ja, Firewire ist zum Glück vorhanden! Da laufen schon abwechselnd externe Festplatte und externer DVD-Brenner drauf... Hab leider nur ein älteres Notebook (5 Jahre alt), solange ich studiere, muss mir das noch halten, auch wenns nicht mehr für alles optimal ist...

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Beitrag von Cumulus Humilis » Dienstag 6. Februar 2007, 14:51

Zur Not gibt es USB-2-PCMCIA-Einsteckkarten (bei einem bekannten Online-Auktionshaus oft günstig zu ersteigern :wink: ) , damit kann man sich auch bei älteren Notebooks behelfen. Da man aber ein Kabel für die Stromversorgung der Einsteckkarte zum eingebauten USB-Anschluß oder ein externes Netzeil braucht, ist das wirklich nur ein Kompromiss.

Gruß,
Andreas
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Beitrag von Nina » Dienstag 6. Februar 2007, 15:04

So ein Teil hab ich. Leider steht da USB 2.0 nur drauf, schneller ist das nicht als die eingebauten USB 1.1-Anschlüsse. Hab mich mit mehreren Leuten unterhalten, die sich mit PCs und so gut auskennen, die sagen alle, dass diese Teile leider nix taugen :( Immerhin, so hab ich wenn ichs brauche 4 statt 4 USB-Anschlüsse!

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